Andere Perspektiven durch Coaching – mit Dr. Christopher Rauen (Teil 2)
Shownotes
Wozu und Wie Mehr Leistung, Motivation, Elan und Glück – in der Arbeit und im Leben: Darum geht es in meinem Podcast. Für Führungskräfte und alle, die irgendwie in Verantwortung sind.
In Teil eins meines Gesprächs mit Dr. Christopher Rauen ging es um das What and Why von Coaching – hier in Teil zwei dreht sich alles um das How: Wie wirkt Coaching eigentlich? Was heißt das für deine Führung? Und was nicht?
Konkret spreche ich mit Christopher, einer der prägendsten Figuren im deutschsprachigen Coaching, über Fragen wie:
- ob es „coachende Führung" wirklich gibt – oder ob da etwas verwechselt wird
- die zentralen Wirkfaktoren von Coaching – von Beziehung über Ressourcen bis Emotionen
- und warum die spannendste Frage oft lautet: Ist das eigentlich dein Ziel – oder das ungelebte Leben deiner Eltern?
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Die wichtigsten Themen:
[00:02:21] Die Führungskraft als Coach – geht das oder wird da was verwechselt? [00:04:29] Die Wirkfaktoren von Coaching – und was davon auf Führung übertragbar ist [00:05:11] Wirkfaktor 1: Beziehungsgestaltung – „Führung ist ein Schlechtwetterberuf" [00:08:52] Wirkfaktor 2: Ressourcenaktivierung – Stärken stärken statt Defizite rasieren [00:12:41] Wirkfaktor 3: Erlebnisaktivierung – die Geschichte vom Steinbruch [00:14:13] Wirkfaktor 4: Emotionen – Affektsteuerung im Coaching [00:18:59] Wirkfaktor 5: Ziele und Zwischenziele – „Wie wird ein Berg bestiegen?" [00:23:12] Die Grenze zwischen Coaching und Therapie [00:26:54] Wirkfaktor 5: Umsetzung begleiten – Hürden einplanen [00:31:07] Die drei Abschlussfragen: Erfolg, Stärke und Vermächtnis
Mehr zu Dr. Christopher Rauen…
- auf seinem LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/in/christopherrauen/
- auf seiner Website: www.rauen.de
- in einigen seiner Bücher: https://www.rauen.de/coaching-report/literatur/buecher-christopher-rauen.html
- und hier sein sehr lesenswertes Coaching-Magazin: https://www.coaching-magazin.de
Für dich vielleicht spannend: 💪 Stärken-Coaching mit dem CLYOScope: https://positiv-fuehren.com/clyos 📈 Mein neuer Audiokurs „Zuversicht" auf LinkedIn Learning: https://www.linkedin.com/learning/zuversicht-als-fuhrungskraft-entwickeln-und-verstarken-31040059 💌 Newsletter: https://positiv-fuehren.com/ (gern auch den SPAM-Ordner checken…) 🌱 Neue Ausbildung zum Positive Psychology Facilitator am Institut für Persönlichkeit: https://www.institut-fuer-persoenlichkeit.de/veranstaltung/zertifizierung-zum-positive-psychology-explorer/?aff=Thiele
P.S.: Alleine ist man ja nix! Herzlicher Dank 🙏 daher an:
- Dr. Christopher Rauen für den spannenden und freundlichen Austausch!
- Christiane, immer und für (quasi) alles
- Marion Jacobi und Christoph Tampe für Redaktion und Produktion
- Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir kamen zu diesem Schallenbruch und der Weg endete vor einer Wand.
00:00:06: Der guckte mich jetzt an, sondern im Motto was jetzt?
00:00:09: Ich gukte ihn an und gab die Aufforderung sozusagen nonverbal zurück.
00:00:15: Und dann sagte er ja da müssen wir wohl zurückgehen.
00:00:19: Das kann man jemandem sagen!
00:00:21: Aber wenn man es jemanden erleben lässt, ist hat einfach eine andere Qualität.
00:00:24: Und das ist auch ein Teil von Erlebnisaktivierung.
00:00:27: Also sowohl jemandem in Sandeln bringen als auch über Erlebnisse jemanden zu Erkenntnissen bringen.
00:00:34: Es gibt Podcasts die versprechen dein Leben zu verändern!
00:00:37: Das is nicht meiner!
00:00:38: Grüß dich hallo mein moin servus oder was auch immer du hören sagen magst zu positiv führen dem podcast von und mit mir Christian Thiele für Führungskräfte mit Verantwortung für Teamsprojekte und Menschen.
00:00:51: Kalenderweisheiten gibt's woanders.
00:00:54: Hier kriegst du Werkzeuge aus der Forschung, aus der Praxis und Gespräche mit Menschen die beides können, denken und tun und handeln.
00:01:04: Diesmal geht es wieder um Coaching – mein Gesprächspartner wieder wie in Teil eins des Interviews mit ihm Dr.
00:01:12: Christopher
00:01:13: Raunen
00:01:14: So was wie der Coaching Papst im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus samt Büchern, eigenen Ausbildungen, Verbandsgründung und Leitung.
00:01:22: Und allem Pipapo.
00:01:24: Christopher ist als Coach und Coaching-Ausbilder ein Mann, der seit dreißig Jahren erfolgreich davon lebt sich überflüssig zu machen oder erfolglos.
00:01:33: das ist eine Frage der Perspektive.
00:01:36: Antworten darauf findest du oder hast Du gefunden in der ersten Folge dieses Gesprächs gerne nachhören falls noch nicht geschehen, da geht es eben auch um unser Verständnis von Coaching und das why den Mehrwert den Coaching bringen kann.
00:01:53: Hier in dieser aktuellen Episode dreht sich alles um das how!
00:01:59: Wie wirkt eigentlich Coaching?
00:02:01: Und was heißt es oder heißt es auch nicht für deine Führung?
00:02:05: Egal ob du im Steinbruch bist oder nicht... Ist dann auch gleich meine Einstiegsfrage gewesen.
00:02:13: Die Führungskraft als Coach, coachende Führungen?
00:02:15: Geht sowas, gibt sowas oder wird da was verwechselt?
00:02:19: Auf geht's!
00:02:21: Ja also da streiten sich viele Menschen halt drüber und ich versuch mal ein Spektrum an Antworten zu geben und die Hörerinnen und Hörern müssen das für sich einsortieren.
00:02:33: Also aus der reinen Lehre herausgesprochen gibt es das nicht.
00:02:36: Ja, weil ich kann nicht gleichzeitig Führungskraft sein die beurteilt und Leistungsbeurteilung von einem unterneutraler Coach der dann an der persönlichen Entwicklung halt Teil hat.
00:02:50: Aber das ist ja die Theorie.
00:02:53: in der Wirklichkeit sieht es ja dann häufig auch schon nochmal wieder ein bisschen anders aus.
00:02:56: Ich habe die Erfahrung gemacht dass es durchaus selten aber durchaus Führungskräfte gibt Die so vertrauenswürdig sind und auch menschlich so groß sind dass die diese Rollen ausfüllen können.
00:03:08: Das ist aber nicht die Mehrheit der Führungskräfte, muss man auch ganz deutlich dazu sagen.
00:03:11: Es gibt Leute, die haben wirklich die Fähigkeit und die methodische Fähigkeiten um vor allen Dingen das Vertrauen ihrer Mitarbeitenden, dass sie jetzt nicht mal als Führungskraft reden und dass sie diese Rollens halt auch nicht miteinander vermengen.
00:03:25: Und wenn man dieses Standing hat bei seinen Mitarbeitende dann glaube ich schon wenn auch vielleicht in einer eingeschränkten Art und Weise als Coach arbeiten kann, auch für die Mitarbeiter.
00:03:37: Aber wie gesagt nochmal das ist eine sehr kleine Menge an Menschen, die diese Zuschreibung bekommt.
00:03:44: Und was ich halt empfehle und was deutlich eher halt möglich ist mit einer coachenden Haltung zu führen also nicht zum Coach seiner Mitarbeiter zu werden sondern Führungskraft zu bleiben aber die Coachinghaltung in die eigene Führungsphilosophie zu integrieren.
00:04:03: Und was heißt das?
00:04:04: Das heißt, meinen Mitarbeitenden nicht zu sagen, was sie machen sollen – so wie viele Führungskräfte das sehr gerne tun unter dem Motto ich weiß es ja am besten, sondern mit den Mitarbeitende einen gemeinsamen Weg zu finden, wie die sich selbst qualifizieren können um eine Aufgabe zu bewältigen, die Sie jetzt vielleicht noch nicht bewältigend können weil gute Führunkräfte entwickeln Menschen.
00:04:29: Ich finde, wir könnten die Frage ja auch so stellen.
00:04:31: Vielleicht sogar ein Stück weit beantworten nach was sind denn die Wirkfaktoren von denen wir wissen dass sie Coaching Erfolg wahrscheinlicher machen und welche von diesen Wirk-Faktoren lassen sich vielleicht so oder anders auch auf eine Führungs mitarbeitenden Teammitgliederbeziehung übertragen?
00:04:52: Also Wirkfaktoren, da gibt es verschiedene Analysen.
00:04:55: Mittlerweile auch mehrere Meteranalysen dazu wo mittlerweile Tausende von Studien oder von Einzelnuntersuchungen in Studien zusammengefasst wurden.
00:05:04: Auch einen
00:05:05: guten Artikel im ganz aktuellen Coaching-Magazin, wie ich gelesen habe.
00:05:08: Ja das freut mich.
00:05:10: Ich
00:05:11: versuche das natürlich immer so ein bisschen aufzuarbeiten dass die Menschen halt auch verstehen was wirkt eigentlich.
00:05:17: und der wesentliche Wirk Faktor... Das wird jetzt aber ja die Insider wenig überraschen ist natürlich die Beziehungsebene, aber auch hier wieder eine Verbindung zu der Führungskraft.
00:05:27: Eine Führungskraft hat immer eine Beziehungen zu ihren Mitarbeitenden und wenn man denkt, man hätte keine BeziehUNG oder man bräuchte keine beziehUNG, dann hat man auch einer eine schlechte.
00:05:35: Also keine Beziehen gibt es nicht als Führingskraft und das ist ein ganz großer Wirkfaktor.
00:05:41: Was heißt Beziehungsgestaltung?
00:05:43: Als Führingskraft vielleicht auch gerade mit einem Standort übergreifenden remote hybriden Team
00:05:51: ist eine Riesen-Herausforderung für viele Führungskräfte, weil machen wir uns nichts vor.
00:05:56: Die meisten Führungskräfte sind keine Beziehungsarbeiter – das haben die nicht gelernt!
00:06:01: Die meisten Facharbeiter haben eine fachliche Qualifikation und können irgendwas fachlich besonders gut.
00:06:07: Und wie es dann immer so ist?
00:06:09: Wenn man fachlicht was gut kann wird man befördert und irgendwann hat man ein Team.
00:06:13: Obwohl man eigentlich fachlig gut ist.
00:06:16: Das heißt ja nicht dass man überfachlich gut ist also zwangsläufig mit Menschen gute arbeiten kann Und da kann natürlich auch Coaching helfen, manchen nicht allen eine entsprechende Entwicklung zu nehmen.
00:06:28: Also ich muss in der Lage sein Beziehung aufzubauen und ich muss Vertrauen herzustellen.
00:06:34: Es gibt keine tragfeste Beziehungen ohne Vertrauen.
00:06:39: Jetzt guckt ihr aber mal die Realität an von vielen Führungskräften.
00:06:43: Stichwort Kontrolle!
00:06:47: Und da rede ich nicht vom Kontrolling, das ist nochmal ein eigener Bereich.
00:06:51: Obwohl dann natürlich Kontrolle auch eine sehr große Rolle spielt.
00:06:54: wie sind Mitarbeiter kontrolliert?
00:06:57: Wie werden Mitarbeiter kontrollieren?
00:06:59: Wie fühlen sie sich kontrolliert?
00:07:02: meine Erfahrung ist da dass es doch eine Menge Führungskräfte gibt die ihren Mitarbeitern nicht allzu viel zutrauen und wenn was ja alles an Unsinn machen.
00:07:11: Und wenn ich mit der inneren Haltung einem Menschen schon begegne, dann hätte ich eine Fantasie wie die Beziehungsgestaltung verläuft.
00:07:18: Also viel hängt von der Inneren Haltung ab und wenn ich jetzt sehr misstrauisch bin – vielleicht auch aus gutem Grund weil ich entsprechende Erfahrungen gemacht habe – dann wird es natürlich richtig schwer Vertrauensvorschuss zu geben in einer Beziehung gestaltung.
00:07:30: Ohne Vertrauenschuss geht es nicht!
00:07:33: Ich muss mich befähigen dass sie auch in Erlage sind das insigesetzte Vertrauen zu erfüllen.
00:07:39: Es reicht nicht, jemand einen Vorschuss zu geben.
00:07:41: Sie müssen es auch können und wenn sie es nicht können ist das mein Job als Führungskraft dafür zu sorgen dass sie es können.
00:07:46: Und wenn ich diesen Vertrauensvorschuss gebe unbefähige und jemand gibt mir Vertrauen nicht zurück dann habe ich ein Problem.
00:07:55: ja da muss sich natürlich nochmal genauer hinschauen.
00:07:57: Woran liegt das?
00:07:58: Vielleicht habe ich dann doch nicht so viel Vertronsvorschuss gegeben, wie ich selber gedacht habe.
00:08:03: Wenn mir das aber gelingt, dass sich was zurückbekommt, kann man sich eine wirklich tragfeste Beziehung entwickeln.
00:08:08: Woran erkenne ich eine tragfste Beziehungsbeziehung?
00:08:10: Das ist relativ simpel!
00:08:12: Sie sehen es immer wenn es schlecht läuft.
00:08:15: Wenn sie in der Krise sind und die Zahlen nicht stimmen oder es soft gibt im Team.
00:08:21: ob sie eine gute tragfähige Beziehung zu ihren Mitarbeitenden haben.
00:08:25: Weil Führung ist ein schlecht Wetterberuf, bei gutem Wetter kann jeder führen!
00:08:30: Wenn es aber mal anfängt unangenehm zu werden dann zeigt sich wer wirklich führen kann.
00:08:35: da sieht man dann halt wer wirklich ne Beziehungs-Ebene zu den Mitarbeitnen hat und dann auch das Ruder rumreißen kann oder wer dann den Kontakt endgültig verliert.
00:08:45: und dann sind die Leute weg.
00:08:47: Wirkfaktor eins Beziehungen gestaltung.
00:08:51: Wirkfaktor zwei, Ressourcenaktivierung.
00:08:53: Stärken,
00:08:54: stärken...
00:08:56: Wenn wir bei einem Makler sagen würden Lage, Lage, Lage Dann würde ich neben Beziehung im Coaching immer sagen Ressoursenaktiverung, RESSOURCENAKTIVIERUNG.
00:09:05: Es ist das A und O in der Arbeit mit Menschen Weil es einfach hier Ausdruck von Wertschätzung ist Und weil es halt einfach funktioniert Auf das sich zu konzentrieren was Menschen können.
00:09:17: Ich mache immer wieder die Erfahrung dass Menschen sich selbst systematisch runter putzen, durch auch innere Glaubenssätze und wie die mit sich selbst im Dialog halt sind.
00:09:27: Da wird nichts an Ressourcen aktiviert, da werden Ressursen rasiert.
00:09:31: Das genaues Gegenteil ist der Fall!
00:09:33: Ich habe auch häufiger schon Klienten gehabt, die vor mir einen anderen Coach hatten, nämlich auch in einem Geschäftsführer, auch Unternehmensgründer... Da hat wirklich kleinen Konzernen aus dem Nichts heraus aufgebaut.
00:09:44: das muss man erstmal können.
00:09:46: Das ist nicht jedem Menschen gegeben.
00:09:48: Das ist eine Wahnsinnsleistung, was das bedeutet.
00:09:51: Da habe ich riesen Respekt vor weil ich ahne und weiß wie viel man geben muss um sowas zu
00:09:57: schaffen.".
00:09:59: Und der hatte dann einen Coach, der hat ihm gesagt ja dass machen sie falsch und das dürfen sie so nicht mit den Mitarbeitern und in dem Meeting, das hätten sie so auch nicht machen können.
00:10:07: Dann hat er mir das alles erzählt von seinem früheren Coaching und ich sagte ihm das ist ja furchtbar!
00:10:13: Wenn man die ganze Zeit nur hört, was man alles nicht kann.
00:10:16: Das mag ja so sein dass er dann Fehler gemacht hat aber ich motiviere doch niemanden indem ich in die ganze zeit kritisiere.
00:10:22: also das ist leider so eine komische vorstellung von psychologie dass man menschen dadurch motiviert sich zu verändern indem man sie kritisiert
00:10:30: würde ich sagen dass das Wahrscheinlich gefühlt achtzig Prozent der Manager eigentlich erst mal glauben.
00:10:35: Das ist das größte Potenzial, daran ist irgendwie die Defizite anzusprechen und zu identifizieren... Und
00:10:42: natürlich ist es auch wichtig!
00:10:44: Natürlich muss man auch Kritik ansprechen können aber immer doch so dass sie angenommen wird.
00:10:49: Das verpufft doch.
00:10:50: wenn ich nicht auf einer Beziehungsebene stark bin und die Leute das nicht annehmen können dann kann ich's mir schenken.
00:10:56: also ich sag folgendes Der alte Freud hat das schon gesagt Und da können wir viel von lernen, immer noch.
00:11:03: Auch wenn er viel Unsinn geredet hat meiner Meinung nach oder hat auch gute Sachen gesagt.
00:11:07: Das Klang
00:11:08: zumindest ist immer gut egal was er geschrieben hat.
00:11:10: Hat ja auch den Literatoren-Wehrpreis bekommen.
00:11:12: Ja kluger
00:11:12: Mensch und der sagte gegen Kritik kann ich mich verteidigen aber gegen Lob bin ich machtlos.
00:11:18: Warum nützen für uns Kräfte das nicht dieser Erkenntnis?
00:11:23: Wenn ich jemand entwickeln will natürlich kann ich die Peitschen nehmen Aber Ich habe ja auch das Zuckerbrot um.
00:11:28: psychologisch gesehen ist das Zuckerbrot die bessere Variante und nebenbei bemerkt, sie ist auch besser für die Beziehungsqualität.
00:11:36: Natürlich muss man kritisieren aber brauche ich dafür die Peitsche wenn ich gut im Kontakt bin Wenn ich eine gute Beziehungsebene zu einem Mitarbeiter habe dann muss sich nicht mit der Peitsch schnalzen um jemanden zu kritisiert.
00:11:50: Da reichen leise Worte da reicht einmal jemand bei Seite nehmen da reicht mal ein vertrauliches Gespräch.
00:11:58: was man mit jemandem führt Das hinterlässt seine Wirkung.
00:12:02: Man muss niemanden nicht vor Publikum demütigen, was ich immer wieder erlebe.
00:12:07: Das ist mit das Dümste, was man als Führungskraft machen kann.
00:12:10: und selbst wenn ich das erlebe dann sage auch nicht, dass dürfen sie so nicht machen sondern ich mache einen Vorschlag oder ich stelle eine Frage und sage unter vier Augen.
00:12:20: Ich habe beobachtet, was Sie gemacht haben.
00:12:22: glauben Sie, dass dieser Mitarbeiter jetzt wirklich motivierter seinen Job macht?
00:12:26: Und dann lasse ich jemandem sehr viel Zeit, diese Frage zu beantworten.
00:12:29: Das ist besser als wenn ich sage, das dürfen sie nicht machen.
00:12:33: Da verliere ich nämlich den Kontakt.
00:12:35: Beziehungsgestaltung?
00:12:37: Ressourcen
00:12:38: aktivieren?
00:12:42: Erlebnisaktivierung.
00:12:43: Es geht darum wir müssen am Ende die Dinge tun.
00:12:46: Wir müssen nicht nur denken.
00:12:47: Es ist ganz wichtig, es wird auch immer wieder vergessen... Man macht aus manchen Coachings so eine kleine Philosophiestunde und Philosophie kenne ich mich ja wie gesagt auch noch ein bisschen von früher mit aus.
00:12:57: aber am Ende geht's darum etwas zu tun.
00:13:00: das heißt die Leute müssen in die Handlung kommen sie müssen in den Entscheidungen kommen.
00:13:03: Sie müssen in umsetzung der Entscheidung kommen.
00:13:06: Als Coach ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen dass jemand nicht nur denkt sondern tut und handelt.
00:13:13: Das ist Umsetzungsunterstützung.
00:13:15: Und Erlebnisaktivierung sorgt dafür, dass Menschen ins Handeln kommen und das mit auch bestimmten Erlebnissen halt verbinden – das ist ganz wichtig!
00:13:25: Ein Beispiel von einem Klienten der sich gefühlt in einer Sackgasse befunden hat.
00:13:30: ja wir werden überlegen was kannst du machen hin und her und vor und zurück und es ging nicht weiter.
00:13:35: Dann habe ich mich auch entschlossen eine Handlung zu unternehmen.
00:13:39: Erlebniz aktivieren, also bin mit dem in den Wald gegangen da ist ein Steinbruch So, und dann mach ich gerne dieses Walk and Talk.
00:13:46: Und man kann ja auch wunderbar beim Gehen kochen, da kommen wir mal aus dem Büro raus, es bewegt sich wieder was.
00:13:52: Die Gedanken müssen ja auch manchmal spazieren gehen.
00:13:55: Ich kannte diese Strecke und ich wusste, was passiert?
00:13:58: Wir kamen zu diesem Schallenbruch und der Weg endete vor einer Wand.
00:14:05: Der guckte mich jetzt an, sondern im Motto war's jetzt!
00:14:08: Ich gukte ihn an und gab die Aufforderung sozusagen non-verbale zurück.
00:14:13: Dann sagte er Da müssen wir wohl zurückgehen.
00:14:17: Und das kann man jemandem sagen, aber wenn man es jemanden erleben lässt ist hat einfach eine andere Qualität und das ist auch ein Teil von Erlebnisaktivierung also sowohl jemandem ins Handeln bringen als auch über Erlebnisse jemand zu Erkenntnissen bringen und so sagen ja wenn ich in der Sackgasse bin Ich kann jetzt versuchen, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
00:14:37: Das wird mir Auerkopfschmerzen machen oder ich gehe halt einfach den ganzen langen Weg zurück.
00:14:42: Ja aber stehen bleiben ist jetzt keine Option dann werde ich verhungern und das ist da manchmal so dass es auch manchmal eine schmerzhafte Erkenntnis.
00:14:50: aber es ist wenigstens ein Erkenntniss und sie führt zur Handlung.
00:14:53: also deswegen ist Erlebnisaktivierung für mich halt auch einer der ganz wesentlichen Punkte um wirksames Coaching praktizieren zu können.
00:15:03: Aber es geht natürlich auch immer um Emotion, also auch da die Effektsteuerung zu verbessern und überhaupt auf Effekte einzugehen.
00:15:13: Das ist ein ganz wesentliches Element.
00:15:14: Es gibt keine Veränderungen ohne Emotionen.
00:15:18: Punkt!
00:15:18: Jeder der hier jetzt zuhört, jede, die hier gerade zuhört weiß das können Sie sich selber hinterfragen.
00:15:25: gucken sie einfach mal auf ihr Leben zurück egal wie lang oder kurz es war Und gucken Sie mal, wo sie sich wirklich signifakant verändert haben in Ihrem Leben.
00:15:34: Wo wirklich was passiert ist.
00:15:35: und ohne dass ich Ihre Lebensgeschichte weiß sage ich Ihnen auf den Kopf zu das ist mit sehr intensiven Emotionen verbunden gewesen Lust
00:15:43: Freude Inspiration Angst Sorge
00:15:49: Oder was da noch so sein mag.
00:15:50: Das sind nicht nur positive Emotionen.
00:15:53: Aber
00:15:53: es ist ja auch nicht nur negative?
00:15:55: Es sind nie nur negative, das Leben hat Licht und Schatten.
00:15:57: Und wir wissen auch erst, was Licht ist wenn wir Schatten sehen.
00:16:00: Wir brauchen halt letzten Endes beides.
00:16:02: Und es gibt keine Entwicklung ohne Emotionen.
00:16:06: Und das bedeutet ich muss als Coach auch versiert sein im Umgang mit Emotion.
00:16:11: Denn dass ermöglicht Veränderung.
00:16:13: Veränderungen ist nie nur ein rein rationaler Vorgang.
00:16:17: Jeder, der mal von einer Gruppe von Menschen gestanden hat und das Ruder rumreißen musste im Team weiß wovon ich rede.
00:16:23: Das ist kein rationaler Vorgang jedenfalls kein rein rationaler vorgang.
00:16:27: Man kann den Leuten jetzt irgendwas von Zahlen erzählen.
00:16:30: Das wird dann aber in der Regel des Unternehmen nicht retten.
00:16:35: Apropos Emotionen.
00:16:37: Kein Mensch kommt zu mir ins Coaching und sagt Ich hätte gern einen reiferen Zugang zu meiner Gefühlswelt.
00:16:44: was dann kommen klingt eher so können Sie machen dass es weggeht?
00:16:47: Das Gefühl Als Betriebsstörung, der Coach als Servicetechniker.
00:16:52: Die Emotion als Spam, der coach als Spampfilter.
00:16:57: Ich aber sage euch funktioniert nicht leider und zum Glück.
00:17:03: Emotionen lassen sich nicht deinstallieren sie lassen sich nur eine Zeit lang ignorieren Aber das dann mit erheblichen Folgekosten.
00:17:12: Was stattdessen geht wahrnehmen benennen nutzen gestalten Stolz und Wut, Inspiration und Ohnmacht.
00:17:22: Das ganze Sortiment die ganze Palette ganz wichtiger Faktor im Coaching und meist eher implizit auch im Verhältnis zwischen Chefin, Chef- und Mitarbeiter.
00:17:36: Ich sage meinen Auftraggebern vorab immer das Wobefinden meiner Klientenschaft steht bei mir explizit auf der Agenda egal was beauftragt worden ist Und wer das nicht will Muss jemand anders beauftragen als Coach oder eine Maschine?
00:17:52: Die fragt ja in der Regel nicht nach Gefühlen, außer man hat sie drauf programmiert.
00:17:57: Nur heißt Coaching dann immer noch nicht ich zeig dir wie es geht sondern ich helfe dir dabei rauszufinden wie's geht wo es schon gut gegangen ist und wie es gehen könnte.
00:18:10: In einem Artikel des Coaching Magazins herausgegeben von Dr.
00:18:14: Christopher Raun den ich hier auch verlinke in den Show Notes, werden die typischen Wirkfaktoren von Coaching erklärt und die Forschung dazu.
00:18:24: Und wir klopfen die hier ja auch darauf ab, inwiefern du dir diese Wirk-Faktoren in der Beziehung zu deinen Mitarbeitenden auch zur Nutze machen kannst – in deiner Beziehungen zu den Mitarbeitendern!
00:18:35: Wir haben ja schon gesprochen über Erstensbeziehung.
00:18:39: Zweitens den Fokus auf Stärken und Ressourcen.
00:18:44: Thema drei war jetzt gerade die Emotionsregulation.
00:18:49: Kommen wir also viertens zur Arbeit an Zielen und Zwischen- und Etappenzielen?
00:18:59: Ziele zu setzen, zwischenziele zu setzen manchmal sehr viele kleine ziele zu setzen ist einer der wirksamsten Faktoren von Coaching.
00:19:09: das heißt erst mal ein Ziel zu finden und dann dieses Ziel zu segmentieren so nenne ich das immer in viele kleine einzelne Schritte.
00:19:17: Weil wie wird ein Berg bestiegen?
00:19:19: Mit einem Schritt oder mit vielen tausend einzelnen Schritten.
00:19:23: Wenn ich einen Berg besteigen will, wenn ich ein ehrgeiziges Ziel habe dann nehme ich mir nicht einen Coach und nach einem Wochenende habe ich das Ziel erreicht.
00:19:30: so funktioniert das nicht sondern ich brauche einen klugen Plan und manchmal brauche ich auch eine Zwischenbasis wo ich dann pausiere wo ich meine Kräfte neu einteile.
00:19:40: also man kann da wirklich schön was aus dem Berg steigen halt lernen und dann hat man eine Chance Schritt für Schritt Stück für Stück auch hohe Berge zu besteigen, aber nie in einem Schritt.
00:19:51: Und das ist so was häufig falsch gemacht wird.
00:19:54: die Leute wollen zu viel auf einmal und werden durch schlechtes Marketing von Coaches darin verführt zu glauben dass es möglich wäre nach dem Motto du kannst alles erreichen was du willst wenn du nur das nächste Seminar bei mir boost.
00:20:08: das natürlich Unsinn sondern ich bin ein Freund von vielen kleinen Schritten.
00:20:13: Kleine Schritte haben sehr große Vorteile, das erste ist sie sind machbar!
00:20:17: Der zweite große Vorteil von einem kleinen Schritt ist wenn er nicht funktioniert demotiviert mich das nicht so wahnsinnig wie wenn ich einen großen Schritt gegangen bin und der funktioniert nicht.
00:20:26: Ich muss ja auch im Sinne einer iterativen Zielanpassung immer wieder nachjustieren in Coaching ob die Richtung stimmt.
00:20:32: aber am Anfang steht die Zielklärung.
00:20:35: Und da mache ich immer wieder die Erfahrung dass viele Menschen gar nicht wissen was sie wollen.
00:20:39: Also vordergründig schon, aber wenn ich dann mal nachfrage, da macht es häufig puff.
00:20:45: Und dann sagen mir die Leute dann irgendwann, oh, da habe ich noch nicht drüber nachgedacht.
00:20:49: und dann wundern sie sich warum sie ein Ziel nicht erreichen?
00:20:52: Wenn's gar nicht ihr Ziel war!
00:20:55: Was ich häufig erlebe ist das Menschenziele verfolgen von ihren Eltern.
00:20:59: Ihr Jungen hat es glaube ich gesagt nichts steuert uns so sehr wie das ungelebte Leben unserer Eltern.
00:21:06: Ich glaub zumindest im Kern ist da eine Menge Wahrheit dran.
00:21:08: Und wenn ich mir meine Zielgruppe so anschaue, also Menschen die in Verantwortung stehen.
00:21:14: Die Freude haben an Leistungen, die Unternehmen gegründet haben und die Unternehmen erbt haben, die in einer Management-Position halt sind... ...und ich die Frage warum sie tun was sie tun?
00:21:24: Dann kriege ich meistens eine Familiengeschichte zu hören!
00:21:28: Das hat die sehr stark geprägt.
00:21:30: Das ist auch nicht schlecht, muss auch nicht schlecht sein.
00:21:33: Das Entscheidende ist diese Motivation gut verdaut?
00:21:37: Oder ist da noch was Unverdautes, was vor sich hingammelt?
00:21:40: Und dann wundern die Leute sich dass ihnen auf halber Strecke die Motivation ausgeht weil es gar nicht ihr Ziel war sondern zwar das Ziel von jemand anderen.
00:21:47: Wenn ich wirklich ein eigenes Ziel habe was mein Ziel ist dann ist meine Erfahrung dass Menschen fast unendliche Energie haben wenn's ihr Ziel ist und vielen geht aber... Da kommt dann das Thema Burnout rein.
00:22:01: wie gesagt auf der Mitte der Streckel der Treibstoff aus.
00:22:05: Das passiert halt häufig dann, wenn das nicht mein Ziel war.
00:22:08: Und ich dass aber nie wirklich verstanden habe und immer geglaubt habe es ist mein Ziel.
00:22:14: Ich provoziere dann immer gerne die Menschen mit einer kleinen Statistik.
00:22:19: Neunundneinzig Prozent aller Menschen haben die Religion ihrer Eltern.
00:22:25: Ist das eine Wahl?
00:22:27: Und die Frage will ich nicht beantworten.
00:22:29: Die frage bleibt im Raum stehen und das betrifft nicht nur Religion Das betrifft viele, viele andere Lebensbereiche.
00:22:36: Wo wir denken, wir hätten gewählt?
00:22:39: Aber haben wir wirklich aus dem Spektrum des Möglichen gewählt oder haben wir nur aus dem spektrum der Servierten gewählt – das Vorservierten und vorgekauten und vorgemachten.
00:22:51: Und da ist meistens noch sehr viel Luft nach oben.
00:22:53: Und das finde ich total spannend.
00:22:55: also nochmal grundsätzlich über Ziele zu reden weil die so eine wahnsinnige motivierende Wirkung halt haben können Hintergründig untergrabende Wirkung haben können, wenn es ihm nicht unsere Ziele sind.
00:23:07: Und das ist ein total spannender Prozess.
00:23:12: Das ungelebte Leben der Eltern.
00:23:15: was für einen wichtiger schöner ja manchmal auch trauriger und gleichzeitig auch befreiender Gedanke.
00:23:24: Keiner von uns kommt Blanco auf die Weltwehr kommen in ein System an Erwartungen vor Geschichten Beziehungsmustern, die uns vorgelebt werden ohne dass wir sie groß Hinterfragen ist halt so, macht man halt so.
00:23:38: Wird man halt bei uns vor serviert, vorgekaut, vorgemacht?
00:23:43: So sind Karrierepläne manchmal oder auch wie Erbstücke ähnlich verstaubt, ähnlich klobig und Glotzig stehen die da rum, ähnlich verhüllt und Coaching kann die Decke wegziehen!
00:23:57: Da sind wir übrigens an der Grenze zwischen Coaching und Therapie.
00:24:03: Ich selbst habe mal eine therapeutische Ausbildung gemacht, gar nicht um als Therapeut zu arbeiten aber um sozusagen die Mechanismen und die Tours ein bisschen besser kennenzulernen und auch um die Grenze Zwischen Coaching & Therapie genauer zu verstehen.
00:24:19: Tendenziell unterscheidet man ja so dass man sagt Coaching ist für gesunde Therapie ist für Menschen mit Störungen und Krankheiten.
00:24:28: Ja, gleichzeitig würde ich sagen wer kann schon von sich sagen dass sie oder er nur gesund ist?
00:24:34: Wer kann schon vom sich sagen das sie oder eher nur krank ist?
00:24:36: die Grenzen sind manchmal auch fließend und gleichzeitig gibt es Situationen in denen sehr sehr sehr wichtig ist diese Grenze sehr hart zu markieren.
00:24:49: Und gute Therapie schaut aus meiner Sicht nicht bloß in die Vergangenheit, sondern gestaltet auch Zukunft und gutes Coaching schaut auch in die vergangenheit manchmal um zum Beispiel solche Fragen wenn es hier um diese Erbstücke geht auch klären zu können.
00:25:07: Ich bin überzeugt je wilder die Zeiten sind, je turbulenter, je unvorhersehbarer Je eindeutiger auf der anderen Seite die Erwartungen, der zum Beispiel Mitarbeitenden an Dich, Anvorhersehbarkeit und Klarheit und Sicherheit desto wichtiger, desto hilfreicher ist es dass Du da gut aufgestellt bist als Führungskraft.
00:25:28: Dass Du Dir bewusst wirst was Dich eigentlich ausmacht Was Dich triggert, was Du mitbringst Und was DICH auch wirklich motiviert welche Ziele wirklich Deine eigenen sind CFO hier, CEO dort oder Eckbüro.
00:25:43: nochmal eine Null auf dem Konto.
00:25:46: Und wofür diese Ziele eigentlich stehen?
00:25:51: Einen Herkunftnachweis einfordern für ziele Provenienzforschung betreiben?
00:25:56: Das sage ich gern spöttisch über die Auseinandersetzung mit dem wo zu und mit dem wohin.
00:26:02: Diese Ziel Erklärung und diese Zielerklärung ein total wichtiger Wirkfaktor im Coaching, im Verhältnis zwischen Coach und Klient.
00:26:10: Und ein extrem wichtiger Wirktaktor in der Führung, im verhältnissen zwischen dir und deinen Mitarbeitenden.
00:26:18: Immer mal wieder abklären!
00:26:19: Und dann auch kalibrieren – wo wollen wir eigentlich hin?
00:26:22: Wie kommst du da weiter?
00:26:24: Aus deiner Sicht, aus meiner Sicht.
00:26:26: Wie und wohin willst Du die nächsten Schritte
00:26:29: gehen?".
00:26:30: Und dazu gibt es eine schöne Übung, die ich auf LinkedIn dann nochmal genauer ausführen werde – wie gehst Du mit Hindernissen, mit Stolpersteinen
00:26:40: um
00:26:40: auf dem Weg hin zum nächsten
00:26:43: Ziel?!
00:26:44: Und damit sind wir schon bei einem weiteren hier dem letzten Wirkfaktor Umsetzung Begleiten Veränderung verankern!
00:26:53: Also das bedeutet, dass Scheitern mit einzuplanen.
00:26:57: Aber nicht weil ich es anstrebe sondern weil's einfach mich noch klarer machen kann.
00:27:01: auf meinem Weg wenn ich nicht davon ausgehe ist wird schon gut gehen.
00:27:06: Sondern das hat mich sehr bewegt was der Reinhold Messner da hat ja einiges erlebt in seinem Leben und was er gemacht hat wenn der eine Expedition ne neue Expedition gemacht hat.
00:27:16: der hat sich erst mal die gescheiterten Vormissionen angeschaut hat die Tagebücher von den Leuten gelesen.
00:27:21: Die Expeditionsbericht hat genau analysiert, was ist da eigentlich schiefgelaufen und was muss ich tun um mich optimal darauf vorzubereiten?
00:27:29: Deswegen ist dem das gelungen unter anderem deswegen so viel Spitzen Leistung zu vollbringen wo man sich fragt wie macht er das und warum können das anderen nicht bereitet sich halt gut vor und guckt sich halt Fehler an.
00:27:41: Und das kann ich halt auch wirklich immer nur empfehlen.
00:27:43: Nicht immer nur davon ausgehen, es wird schon gut gehen sondern naja was könnte alles schief gehen?
00:27:48: Das kann man ja auch kreativ halt machen.
00:27:50: und was ist dann auch der Punkt wo ich umkehre?
00:27:53: also was ist Missionsabbruch?
00:27:55: Auch eine ganz wichtige Eigenschaft damit aus einer Expedition kein Abenteuer wird.
00:28:00: ein Abenteuern ist eine misslungende Expedition weil dann ist irgendwas passiert was man nicht eingeplant hat.
00:28:08: so könnte man wenn man jetzt Miese Petrich wäre Manche definieren so Abenteuer.
00:28:13: Und wenn man das nicht vorher klärt, wann ist Missionsabbruch?
00:28:18: Dann neigt man in der Mission dazu die Grenze immer weiter zu verschieben.
00:28:23: und das ist gefährlich, wenn wir über Pläne reden, die umgesetzt werden sollen.
00:28:28: Und da glaube ich, da sind wir sehr im Hier-und-Jetzt und heute.
00:28:32: wer kann denn – weil nach Halbwegs schlau es heute noch Plänen aufstellen Mit dem Glauben, dass sie auch eintreten.
00:28:40: Also sind wir nicht viel besser aufgestellt und gerüstet wenn wir in Szenarien denken und wenn wir Zukunft auch viel bewusster als etwas iteratives beta-mäßiges letzten Endes auch experimentelles sehen?
00:28:57: Das Leben ist bunt!
00:28:58: Und wir können die Dinge nicht so steuern wie wir das gerne würden.
00:29:02: Wir sind letzten Endens viel mehr Blätter am Wind als uns das lieb is'.
00:29:05: Leider unzum Glück
00:29:07: Ja, das hat ja auch eine bereichende Sache.
00:29:09: Weil dafür wird das Leben ja auch wieder bunt, weil einfach Dinge passieren mit denen wir nicht gerechnet haben.
00:29:13: Manchmal sehr schöne Dinge, manchmal unglaublich hässliche Dinge.
00:29:16: Das gehört alles zum Leben mit dazu und manchmal können wir es uns nicht aussuchen.
00:29:20: aber das Spannende dabei ist dass es trotzdem Wege gibt damit umzugehen.
00:29:26: Und meine Analogie...das ist das Segeln.
00:29:29: Also ich kann die Gezeiten nicht beeinflussen, ich kann das Wetter nicht beeinflussen.
00:29:34: Ich kann die Wellen auf dem Meer nicht beeinflossen und die Wahrheit ist es konnte noch nie jemand.
00:29:39: aber wenn dass die Ausgangsvoraussetzung gewesen wäre ein Boot zu bauen und über den Atlantik zu segeln dann hätten die Menschen bis heute Amerika nicht entdeckt.
00:29:48: Und hier sprecht der Kapitänssohn
00:29:50: Ja Das kommt noch erschwerend mit dazu und ich hab's ja.
00:29:53: von meinem Vater habe ich da auch viel lernen dürfen.
00:29:56: und das heißt Wir müssen uns von dieser Kontroll-Illusion verabschieden.
00:30:04: Von der technischen Kontrollillusion, dass wir all diese Faktoren die ich genannt habe beeinflussen können.
00:30:11: Das können wir nicht!
00:30:11: Wir können reagieren – das reicht aber!
00:30:15: So sind Menschen mit ganz primitiven Schiffen Tausende von Kilometern über das Meer gesiegelt und haben fremde Welten entdeckt.
00:30:23: Das haben Menschen vor tausenden Jahren gemacht, also das geht!
00:30:26: Mit primitivster Technik ging das – im übertragenen Sinne geht es heute auch noch – aber da müssen wir weg von diesen Kontrollfantasien.
00:30:34: Und wir müssen halt lernen, die Welles zu surfen.
00:30:36: Wir müssen lernen, Segel zu setzen.
00:30:38: Zu warten bis immer die passende Welle kommt oder zu sagen ich kontrolliere jetzt das Meer und baue eine Maschine, die das Meer kontrolliert und das Wetter.
00:30:46: Das sind Allmachtsfantasien, die nicht funktionieren werden.
00:30:49: also deswegen plädiere ich dafür zu sagen ja wir machen diese Reise!
00:30:54: Und wir werden ankommen zu neunzig Prozent vielleicht zu neuneinzig Prozent aber nicht zu hundert Prozent.
00:31:00: und dass ist die Unsicherheit Wenn man die bereit ist einzugehen, dann kann man neues Land entdecken.
00:31:08: Das wäre ein schönes Schlusswort wenn ich nicht noch drei Fragen hätte.
00:31:11: Ich bin
00:31:12: gespannt!
00:31:12: Dich immer stelle dein wichtigster Erfolg Christopher?
00:31:20: Ich klasse da das nicht aber ich hatte einen Erlebnis an dass ich gerne denke weil ich auch noch jung war und Ich habe damals so Skalierungsfragen gestellt.
00:31:30: Ich hab ja alles mal ausprobiert in meinem Leben, da war so eine Phase auf einer Skala von null bis hundert und dann habe ich auch einen Klienten gefragt und das war auch Geschäftsführer mittelständisches Unternehmen.
00:31:43: Wir hatten guten Kontakt.
00:31:44: Ich war aber trotzdem unsicher, ob er zufrieden ist mit dem Coaching.
00:31:47: Und wir haben das dann abgeschlossen und dann hab' ich halt diese Frage gestellt... Wenn Sie jetzt mal alles zusammenfassen auf einer Skala von null bis hundert, wie zufrieden sind sie mit dem Coaching?
00:31:56: Und er antwortete aus der Pistole geschossen.
00:31:58: Hundertzwanzig!
00:32:00: Das hat mich total glücklich gemacht und unabhängig davon ob er das nur gesagt hat weil wir eine gute Beziehung... Ich weiß es nicht.
00:32:07: ehrlich gesagt ich hoffe ist natürlich dass es ehrlich gemeint war aber deswegen ist es mir auch haften geblieben.
00:32:13: in den Moment wirklich so ein Endorphinstoß gegeben dachte ich mir schön dafür mache ich das.
00:32:19: Deine wichtigste Stärke?
00:32:22: Meine wichtigste Starke ist, was sagen andere über mich.
00:32:28: Ich glaube dass ich relativ kreativ bin.
00:32:33: Ich habe eine ausschweifende Fantasie und kann in verzweigten Optionen denken.
00:32:38: das ist sehr wertvoll es auch manchmal nicht so einfach.
00:32:45: Sie ist für mich nützlich geworden, diese Stärke.
00:32:48: Weil ich sie mit einer anderen, die nicht ganz so stark ausgeprägt ist kombiniert habe.
00:32:53: Ich bin relativ diszipliniert und wenn man Kreativität und Disziplinen zusammenführen kann, kann man eine Menge erreichen.
00:33:03: Was soll mal von dir bleiben?
00:33:05: Was sollen Menschen von dir sagen?
00:33:07: Womit möchtest du in Erinnerung bleiben?
00:33:09: Nein,
00:33:10: nein!
00:33:10: Also denke ich nicht.
00:33:11: Also wirklich nicht... Ich beschäftige mich viel mit Astronomie.
00:33:20: Etwas Sternenkunde, auch etwas was ich von meinem Vater gelernt habe.
00:33:24: der Generation wo er groß geworden ist hat man noch gelernt beim Sextanten zu navigieren.
00:33:28: da gab es keinen GPS und dann kannte er natürlich auch die Sterne und die Sternesysteme.
00:33:33: das hat mich als junger ganz junger Mensch total fasziniert und da bis heute eine Faszination für Astronomie geblieben.
00:33:40: Und wenn man sich mit der Größe des Universums beschäftigt, dem Alter des Universum dann muss ich dir leider sagen dass die Erde ist nicht mal ein Sandkorn am Strand des universums.
00:33:51: was sind denn wir?
00:33:53: Also nee also so wichtig nehme ich mich nicht das.
00:33:56: ich will jetzt hier ein großes Erbe hinterlassen oder sowas peinlich so zu denken und ich wundere mich immer über die Menschen, die da so große Reden schwingen.
00:34:06: Da denke ich gar nicht drüber nach – das ist für mich keine bedeutsame Definition.
00:34:11: Ich versuche jetzt, wo ich lebe, die Dinge richtig zu machen was die Nachwelt über mich denkt.
00:34:17: Die Nachwelt würde überhaupt nichts über mich denken.
00:34:21: ich einfach in Vergessenheit geraten werde und zwar deutlich schneller, als mir das Liebe ist.
00:34:25: Da kann man so viel tun und so viele Bücher schreiben und sonst was.
00:34:29: wir sind nicht so wichtig.
00:34:31: Man kann vielleicht ein paar Astronomen coachen oder Mikroskop-Bauer.
00:34:35: Ja
00:34:36: auch das ist alles vergänglich.
00:34:39: Das sind alle Illusion von Größe um sich aufzuplustern im Grunde genommen.
00:34:45: Mir ist das fremd muss ich wirklich sagen Denkt da gar nicht drüber nach, so was bleibt und ich werde ein Vermächtnis, das sich hinterlassen will.
00:34:54: Und was die Leute da teilweise schwafeln, wo ich sage ganz ehrlich Leuten lasst mal bisschen die Luft raus.
00:35:00: also so wichtig sind wir alle nicht.
00:35:02: Danke gerne.
00:35:04: ich danke dir.
00:35:06: Damit endet mein Gespräch mit Dr.
00:35:09: Christopher Raun Ein Mann der auf die Frage nach seinem Vermächnest antwortet Die Nachwelt werde ihn schneller vergessen als ihm lieb ist.
00:35:19: kann sein, aber du kannst diesen Prozess ein bisschen verlangsamen indem du diese Folge teilst und damit vervielfachst.
00:35:28: Wir haben hier gesprochen über das was wirkt sowohl in der Beziehung zwischen Coach-Coaching und Klientin wie auch im Verhältnis zwischen dir als Führungskraft und den Mitarbeitenden.
00:35:38: Beziehungen statt Besserwisserei, Stärken stärken statt Anschwächen herumstochern und herumdoktern.
00:35:46: Ziele in den Blick nehmen, die dann auch erreichen helfen, feiern und konstruktiv mit Hindernissen auf dem Weg dorthin zur Erreichung dieser Ziele
00:35:56: umgehen.".
00:35:57: Was war für dich neu?
00:35:58: Was war überraschend, was war spannend?
00:36:00: Schreib's in die Kommentare!
00:36:02: Auf Spotify schreibt es auf LinkedIn.
00:36:04: Danke dafür.
00:36:06: Und vielen Dank an dich lieber Dr.
00:36:08: Christopher Raun für deine Inspiration, deine Zeit, deine Impulse.
00:36:13: Vielen Dank auch dir mal wieder, liebe Marion!
00:36:16: Lieber Christoph, großartiges Team für eure Leidenschaft.
00:36:20: Eure Passion, eure Redaktion, eure Produktion und eure Perfektion.
00:36:25: Und danke dir bzw.
00:36:27: euch da draußen fürs dabei sein, fürs zuhören.
00:36:30: Bis zum nächsten Mal bei Positiv Führen.
00:36:33: Ciao Servus und bye-bye.
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